Trauer um eine Trauerweide

Stadt wird prägenden 110-jährigen Baum fällen

110 Jahre – eine prächtige Trauerweide dominiert das Parkhaus Altstadt

Fulda
Am Donnerstag (13.09.2018) verkündete die Stadt Fulda, „die traurige Nachricht der anstehenden Fällung der 110 Jahre alten Trauerweide, die vor dem Parkhaus Altstadt steht. Schon viele Jahre prägt der wunderschöne Baum das Stadtbild, hat zwei Weltkriege überstanden und filtert die Luft an der vielbefahrenen Rangstraße, verbessert so das Stadtklima“, so Ute Riebold von der Fraktion Die Linke.Offene Liste / Menschen für Fulda und Mitglied des Umweltausschusses. Unbestreitbar sei, dass die Stadt eine potentielle Unfallgefahr beseitigen muss. „Doch bei jedem Baum und sei er noch so prägend und wertvoll, der nicht mehr standsicher ist, erklärt die Stadt Fulda die Fällung zu alternativlos. Regelmäßige baumchirurgische Maßnahmen sind zwar teuer, doch könnte so wenigstens mancher stadtbildprägender Baum gerettet werden. Einmal mehr zeigt sich, dass das Fehlen einer Baumschutzsatzung dazu führen kann, einen alten Baum ohne Beteiligung gewählter Stadtverordneter zu fällen. Das Stadtparlament könnte darüber beraten, ob Haushaltsmittel eingesetzt werden, um zu prüfen, ob Baumchirurgie helfen würde.“

Wenigstens solle abgewartet werden. „Die Stadtverordnetenversammlung muss die Chance erhalten, der Verwaltung genügend Finanzmittel an die Hand zu geben, um zu prüfen ob und wie der Baum noch zu retten ist.“

Erinnert wird daran, dass bei der Entscheidung über Abriss und Neubau des Parkhauses deutlich gemacht wurde, die Maßnahme würde baumschonend ausgeführt. „Als weiterer Grund, für die Schädigung des Baumes wird ein Unfall genannt. „Wurde eigentlich geprüft, inwieweit der Verursacher für den Baumschaden haftbar gemacht werden kann?“

„Es ist unbegreiflich, dass die Stadt Fulda in den vergangenen Jahren nicht alles versucht hat, die durch den Parkhausneubau verursachte Beschädigung der großen Trauerweide zu kurieren. Jedenfalls werde ich am kommenden Dienstag (18. September 2018) vor Ort sein. Wenn viele Menschen es schaffen, sich am Dienstagmorgen Zeit zu nehmen und zu dem Baum kommen, der uns alle schon seit unserer Geburt beschützt: Wer weiß, vielleicht schaffen wir es, diesen großartigen Teil der Schöpfung zu retten?“

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